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Dez
26
2015

Eigener Messenger für Google

Laut Berichten des Wall Street Journals beschäftigt sich Google angeblich schon seit einiger Zeit mit der Entwicklung eines eigenen Mitteilungsdienstes, der Messenger wie zum Beispiel WhatsApp Konkurrenz machen soll. Hierfür nutzt Googles Entwicklerteam, das mutmaßlich von Nick Fox geleitet werden soll, sogenannte Chatbots. Diese dienen dazu, nützliche Informationen innerhalb eines Chats zu liefern, so zum Beispiel unter anderem das Beantworten von Fragen per Textnachricht. Andere Messenger bieten ihren Nutzern bereits diesen Service, zum Beispiel unter dem Namen WeChat, an.  

Schon im letzten Jahr soll Google versucht haben, ein Start-Up mit dem Fokus auf Chatbots zu übernehmen, was jedoch scheiterte. So bot die Software dieses Start-Up zum Beispiel unter anderem einen Wetterdienst oder auch aktuelle Nachrichtenmeldungen.  

Um mit seinem neuen Messenger konkurrenzfähig zu sein, will Google die Chatbots verschiedener Entwickler nutzen und mit diesen besonders bei den Suchmaschinendiensten punkten. Zudem arbeitet Google angeblich an einer Verknüpfung der Chatbots mit künstlicher Intelligenz. Die Idee dahinter ist die, dass die Chatbots die Kommunikation mit den Menschen erlernen sollen, indem sie unter anderem Film-Dialoge analysieren.  

Facebook ist jedoch einer der meistgenutzten Messenger-Dienste weltweit und ist Google mit seinem Facebook-Messenger und der Übernahme von WhatsApp schon einen Schritt voraus. So hat Facebook auch schon eher mit der Forschung an seinem persönlichen Assistenten „M“ begonnen, welcher den Nutzern zum Beispiel bei der Reservierung im Restaurant oder bei der Buchung von Flügen helfen soll. Allerdings will Facebook sichergehen, dass wirklich jede Anfrage eine Antwort erhält und setzt zusätzlich noch auf menschliche Helfer. Googles Dienste Hangouts und der eigene Mitteilungsdienst hingegen können mit dem Service von Facebook noch lange nicht mithalten.  

Wie Googles neuer Dienst heißen, und wann er erscheinen soll, wurde nicht bekannt. Google wollte in dieser Sache keine Stellungnahme abgeben.

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