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Mai
24
2019

Handelsstreit droht Apple einen Gewinneinbruch von 30 Prozent

Die USA hat den Handelskrieg mit Huawei eröffnet, nun wird spekuliert, dass China als Gegenschlag Apple-Produkte im Land verbieten könnte.

Ausgerechnet Goldman Sachs hat ausgerechnet, wie viel Umsatz und Gewinn das dem Apple-Konzern kosten würde. Bisher hält China sich für ein Vergeltungsschlag zurück, aber auf Donald Trumps Reaktion auf den Tech-Riesen Huawei wird kaum unbeantwortet bleiben. Die nächste Eskalationsstufe im Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt wäre es, wenn China Apple von Markt verbannen würde.

Der Schaden wäre für Apple immens: Nach Ansicht der Analysten, bei einem Jahresüberschuss von 59,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr wären das 17,85 Milliarden US-Dollar, dass sind Rund 30 Prozent der Profite die wegbrechen. Das iPhone hat eine Marge von 180 Prozent und die Summe wäre damit höher als der Anteil von 17 Prozent, den China an Apples Umsatz ausmacht. Demnach verkauft Apple in China jedoch mehrheitlich Geräte, bei denen es eine hohe Marge verlangen kann, da die Herstellerkosten im Vergleich zum Verkaufspreis niedrig sind, das trifft vor allem auf die iPhones zu.

Im vergangenen Herbst schätzte die US-Webseite TechInsights dass das neue iPhone Xs Max rund 443 US-Dollar in der Herstellung kostet und von Apple für 1249 US-Dollar verkauft wird. Apple ist von China abhängig. Immerhin liegt die Marge für alle in China verkauften Apple Produkte bei rund 45 Prozent. Für das erste Quartal dieses Jahr hat der Apple Konzern, Weltweit eine Marge von 37 Prozent gemeldet und das zeigte sich bereits im Januar an, wie Stark Apple von Absatz in China abhängig ist. Erstmals seit mehr als zehn Jahren gab der Konzern eine Umsatzwarnung für das gesamte Unternehmen heraus, wegen Verkaufsprobleme im "Reich der Mitte".

Noch schlimmer träfe es Apple mit einem Herstellungsverbot, denn die Apple Geräte werden von Drittfirmen wie Foxconn in China hergestellt. Sollte Chinas Regierung eine Zusammenarbeit verbieten, käme die iPhone-Produktion schlagartig zum Erliegen und es wäre ein ähnlich schwerer Schlag wie Trumps Aktion, Huawei auf eine schwarze Liste von Unternehmen zu setzten. Bereits am Montag hatte Google aus diesem Grund Huawei die Lizenzen für das Betriebssystem Android entzogen. Das sorgte wiederum bei Huaweis-Tochter Honor, den geplanten Verkaufsstart am Dienstag ihres neues Smartphone-Flaggschiffes auf unbekannte Zeit zu verschieben.

Auf Grund der steigender Spannung zwischen den USA und China, sucht Apple deshalb schon nach einer neuen Produktionsstätte. Die Firma Pegatron ist ein taiwanischer Auftragshersteller für Hardware und baut unter anderem die Hardware für Apple zusammen. Laut einem Bericht des Magazin "Digitimes" plant Pegatron die Produktion in Indonesien auzulagern. Doch bisher ist offiziell noch nichts bekannt, so der CEO von Pegatron.

Apple, Produktion, Wirtschaft, Aktien