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Jan
27
2020

Google: Kostenpflichtige Erweiterungen für Chrome gesperrt

Offenbar steigt im Januar die Zahl der Betrugsversuche deutlich an. Derzeit können Entwickler weder neue kostenpflichtige Erweiterungen veröffentlichen noch Updates bereitstellen. Google sucht nun nach einer Lösung für das Problem.

Auf eine Zunahme offenbar betrügerischer Transaktionen im Chrome Web Store hat Google reagiert. Bis auf weiteres hat das Security Team des Unternehmens die Veröffentlichung und auch die Aktualisierung von kostenpflichtigen Chrome-Erweiterungen ausgesetzt.

Demnach begann die Welle von Betrugsversuchen im Laufe des Januars - von einer sehr großen Zahl von betrügerischen Transaktionen, sprachen Google-Mitarbeiter, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Pauschal betrifft die jetzt verhängte Sperre alle neuen kostenpflichtigen Erweiterungen, egal ob vor der Installation eine Gebühr bezahlt werden muss oder ob die Erweiterungen nur im Abonnement erhältlich ist. Betroffen sind auch Erweiterungen, die gegen Zahlung einer einmaligen Gebühr weitere Funktionen freischalten. 

Nutzer die für vorhandene Erweiterungen zahlen müssen, sind weiterhin im Chrome Web Store erhältlich. Google stellt jedoch klar, dass Entwickler derzeit nicht in der Lage sind, Updates für Sie bereitzustellen. Die entstehenden Sicherheitslücken und was damit geschieht, ließ Google offen. 

„Das ist eine vorüber gehende Maßnahme", sagte Simeon Vincent, Developer Advocate für Chrome-Erweiterungen bei Google. Ziel sei es, langfristige Lösungen zu finden und den Missbrauch einzudämmen. Derzeit erhalten die Entwickler folgende Fehlermeldung „Spam and Placement in the Store". Seit vergangenem Freitag informiert Google über die Änderung. Anscheinend blockiert Google schon seit Tagen heimlich Updates für kostenpflichtige Chrome-Erweiterungen. 

Wie lange die Sperre anhalten wird, teilte Google nicht mit. „Wir arbeiten daran, das Problem so schnell wie möglich zu lösen, aber wir haben noch keinen Zeitplan bei der Hand", ergänzte Vincent. „Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten."

Cybercrime, Chrome, Google