Softwareschmiede

»Softwareschmiede« ist ein umgangssprachlicher Begriff, der Dienstleistungen aus dem Bereich der Programmierung umschreibt. Hier entstehen neue Programme und es wird individuell auf den Anwender zugeschnittene Software realisiert. Das Dienstleistungsportfolio einer Softwareschmiede kann sich je nach Anbieter unterschiedlich gestalten.

IT-Spezialisten und Programmierer bilden das Herzstück jeder Softwareschmiede. In der Regel verfügen sie über vertiefte Kenntnisse in diversen Programmiersprachen und sind im Bezug auf den aktuellen Stand der Technik vorbildlich informiert. Sie kennen die Leistungsspezifikationen bekannter Software und deren Grenzen. Sie antworten auf Anforderungen von Anwendern um Lücken im Angebot zu schließen und entwickeln eigene Tools.

Von der App bis zum ausgereiften Programm kann die Leistung einer Softwareschmiede reichen. Interessant ist dabei der typische Werdegang ihrer Klientel, die sich im Wesentlichen aus Unternehmern zusammensetzt: Wenn sich zu Gründungszeiten des Unternehmens Kauf-Software häufig noch als befriedigend für die Aufgabenstellung erweist, ergeben sich im Laufe der Entwicklung neue Bedarfe, die sich mit den bekannten Tools nicht bedienen lassen. Entweder hält der Leistungsumfang den gewachsenen Anforderungen nicht mehr Stand oder bestimmte Features waren schlicht nicht vorgesehen. Eine Umstellung des Betriebs auf neue Software wird erforderlich.

Weitaus schwieriger wird es für Unternehmen, wenn sie ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten und mit ihrem Projekt einzigartig sind am Markt. Diese Aufgaben lassen sich mit handelsüblicher Software meist gar nicht bedienen. Eine eigene Entwicklung ist gefordert. Hier kommt die Softwareschmiede zum Einsatz. Insofern keine eigenständige Lösung entwickelt wird, setzen Softwareschmieden häufig auf quellcodeoffene Angebote, die die Erweiterung durch maßgeschneiderte Module erlauben. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Kunden und Dienstleister wird erforderlich, um Spezifikationen zu benennen, Chancen und Möglichkeiten auszuloten und die neuen Programme oder Tools in ein bestehendes System zu integrieren. So besteht die Arbeit der Softwareschmiede auch darin, das Unternehmen und seine Problemstellung in Augenschein zu nehmen, bevor die Programmierung beginnen kann. Im Anschluss gilt es, den Integrationsprozess zu begleiten.