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Dez
23
2015

Facebook hat Großes vor

Trotz seines Rekords von über 1,5 Milliarden Nutzern will Facebook noch mehr dafür tun, dass das Online-Netzwerk mit seinen Diensten zu einer immer größeren Plattform wächst, von der sich seine Nutzer immer weniger wegbewegen müssen, egal, was sie im Internet vorhaben. So hat Facebook in den USA bereits einen Link für den direkten Zugriff auf bestimmte Fahrdienste oder auch eine Bezahlfunktion kleinerer Geldbeträge eingerichtet, was es den Nutzern ermöglicht, mithilfe von Facebook im Netz zu agieren.  

Facebooks momentan wichtigstes Projekt ist allerdings „M“, ein persönlicher Assistent im Messenger, der seinen Nutzern bei allem möglichen helfen soll, von der Tischreservierung im Restaurant bis hin zur Suche eines Urlaubsziels und deren Buchung. Facebooks Messenger-Chef David Marcus glaubt, dass der Assistent erfolgreicher als seine Konkurrenten Siri (Apple) und Cortana (Microsoft) sein wird, da das Projekt „M“ auch von menschlichen Helfern unterstützt wird, um wirklich auf jede Anfrage eine Antwort liefern zu können.  

Doch Facebook will noch mehr: Es möchte zum Beispiel den Konkurrenzkampf mit YouTube in Sachen Videos aufnehmen, probiert sich aber auch an der Möglichkeit von eigenen kleinen Online-Shops in seiner mobilen Version. Zudem will das Online-Netzwerk eine Plattform für Artikel konventioneller Medien unter dem Namen „Instant Articles“ aufbauen. Die Zeitung Washington Post hatte die Bereitstellung ihrer Artikel bereits zugesagt.  

Facebooks größte Bestrebung bleibt allerdings auch, das Internet, aber vor allem das eigene Online-Netzwerk in den Entwicklungsländern weiter zu verbreiten, da man eine Menge Potential sieht, die Menschen dort mit den Facebook-Diensten zu versorgen. Diese Ansicht wird von der Aussage einer Facebook-Managerin gestützt, dass sich viele Menschen in Entwicklungsländern nur wegen Facebook ein Telefon zulegen, und das viele das Internet mit Facebook verwechseln würden.    

So scheint das Ziel von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg für die Zukunft klar: Die ganze Welt mithilfe von Facebook miteinander zu vernetzen. Zwar musste das Online-Netzwerk in der Vergangenheit schon kleinere Fehlversuche hinnehmen und so zum Beispiel die Einführung oder Entwicklung bestimmter Apps aufgeben, jedoch lässt sich Facebook davon nicht von seinem Weg abbringen und arbeitet weiter hart daran, die Welt auch in Zukunft mit seinen neuen Diensten zu bereichern. 

Facebook, Projekt M, Instant Articles, Apps