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Jun
30
2020

Ex-Windows-Chef Steven Sinofsky: ARM-basierte - „Mac wird der ultimative Entwickler-PC”

Den Anfang vom Ende sieht er in den Intel-Prozessoren. Sinofsky hält ARM-basierte Macs für die bessere Plattform zur Softwareentwicklung. Zudem hofft er auf künftige MacBooks und iMacs mit Touch-Display.

Bis Ende 2012 hat Steven Sinofsky, Chef der Windows Division bei Microsoft, auf Twitter Apples Ankündigung gelobt, seine Macs künftig mit eigenen Prozessoren auszustatten. Im Allgemeinen sieht er dem Wechsel sogar den Anfang vom Ende der Intel-Prozessoren. Er geht sogar davon aus, dass ARM-basierte Macs zur bevorzugten Plattform von Software-Entwicklern werden.

Über Tweet kommentierte Sinofsky über ARM-basierte Macs des bekannten Entwicklers Steve Troughton-Smith: „In zwei Jahren wird es nur noch ARM-Hardware geben und in vier Jahren wird Intel nur noch Geschichte sein. Das Ökosystem wird sich umgestellt haben. Und der Mac wird der ultimative Entwickler-PC sein. Das iPad wird mehr und mehr fürs ‚Arbeiten‘ verwendet werden“.

Zuvor hatte Troughton-Smith kritisiert, dass Laptops und Desktops mit macOS keine Touch-Eingaben unterstützen. Ob Apple im Rahmen des Wechselns zu eigenen Prozessoren MacBooks oder iMacs mit Touchscreen anbieten wird, bleibt abzuwarten. Demnach besteht das Universal App Quick Start Program angebotene Entwickler-Kit aus einem Mac Mini mit einem A12Z-Bionic-Prozessor. Sinofsky stellte sich in diesem Punkt auf die Seite von Troughton-Smith, nach dessen Ansicht macOS Funktionen wie Face ID und Touch benötigt, weil sie durch iOS bereits so weit verbreitet sind. „PS, ja, ein Computer ohne Touch ist kaputt“, ergänzte Sinofsky.

In einem Blogeintrag anlässlich des zehnten Geburtstags des iPad, äußerte er sich zu Apples Prozessor-Strategie. „Was wir hier sehen, gehört ganz einfach zu den bemerkenswertesten Produktentwicklungen der Geschichte. Mir fiel der Kiefer herunter, als Tim Cook den Übergang zu Apple-Chips als eine zweijährige Reise ankündigte. Erstens ist das rasend schnell. Zweitens ist das eine unglaublich lange Zeit, um allen zu sagen, wie lange es dauern wird und dass sie Geduld haben sollten.“  Apple sei unerschrocken, wenn es darum gehe, seine Partner und die Mitglieder seines Ökosystems umzustellen, um die eigene Strategie einzuhalten.

Anhand eines Beispiel von 64-Bit-Software ging Sanofsky auf die unterschiedlichen Ansätze von Microsoft und Apple bei der Umsetzung von Veränderungen ein. „Sogar noch heute installiert Office ab Werk das 32-Bit-Produkt und empfiehlt es. Unser Team traf diese Entscheidung 2003. Das ist immer noch so. Apple setzt seit 2017 64-Bit-Apps voraus. Zwei Jahre später wurden 32-Bit-Apps nicht mehr unterstützt.“ Ende 2012, kurz nach Einführung von Windows 8 und Surface RT hatte Sinofsky Microsoft verlassen.

Der Versuch, mit einem ARM-basierten Tablet Apples iPad zu begegnen führte schließlich zu einer Abschreibung von 900 Millionen Dollar.

Apple, Betriebssystem, macOS