zurück
Feb
28
2019

Ölförderung mit Google, Microsoft und Amazon

Große IT-Konzerne tragen aktiv zur Klimakatastrophe bei. Dabei geben sie sich gerne als besonders umweltfreundlich und verantwortungsbewusst.

Auf einer Website von Google heißt es: "100 Prozent erneurbar ist nur der Anfang", so stellt sich Google gerne dar. Zum ersten Mal im Jahr 2017 habe man seinen kopletten Strombedarf aus erneuerbarer Energie gewonnen. Zum Selbstbild des Suchmaschinenkonzern gehören Windkraftanlagen und Rechenzentren dazu. Auch Microsoft verweist auf das entsprechende Öko-Engagement. 

Doch es wird kräftig an das Öko-Image der Sillicon-Valley Konzerne gekratzt, nach einer Recherche von Gizmodo. In den letzten Jahren haben die großen IT-Konzerne unzählige Partnerschaften mit den Ölkonzernen aufgebaut, Abteilungen gegründet deren Ziel es ist, Dienstleistungen für die fossilen Industrie bereitzustellen.

Der IT-Konzern informiert unter der Überschrieft Energielösungen, über einige seiner Kooperationen mit der fossilen Industrie. Was man auf dem ersten Blick nicht erkennt, aber genau darum geht es. Leider haben einige Großkunden von Google-Abteilungen, nur wenig mit erneubarer Energie zu tun. Zu lesen ist auch, das Google erst kürzlich mit dem weltgrößten Servicedienstleister Schlumberger und Aker BP kooperiert. Schlumberger ist Dienstleister für Ölfelder und Aker BP ist eine norwegische Firma, die in der Nordsee Öl fördert.

Die Kooperationen legen den Schwerpunkt mit dem Umgang, mit großen Datenmengen (Big Data), den Einsatz von High-Performance und künstlicher Intelligenz, um seismische Daten besser auszuwerten. Google hilft mit moderner Technik, mehr ÖL zu fördern. Der Google-Konzern engagierte aufgrund seiner Kooperation mit der Ölindustrie, Darryl Willis, der vorher 25 Jahre für die BP gearbeitet hat und nun eine eigene Abteilung des Google-Cloud-Services für die fossile Industrie leitet.

Auch Amazon wurde schon mehrfach kritisiert, zu wenig zu tun, um den Klimaschutz im eigenen Haus voranzubringen. Ein Bericht von Greenpeace beklagt, dass Amazon zu wenig tue, um den eigenen Konzern emissionsärmer zu betreiben und dass es wenig Transparenz über die Kohlendioxid-Emission von Amazon gäbe.

Dabei bietet Amazon einen Web-Services und betreibt auch eine eigene Abteilung für die fossile Industrie. Amazon macht keinen Hehl daraus, dass man der fossilen Industrie helfen will, die Klimakatastrophe weiter zu befeuern. Mit Werbeslogan wie "Verkürzung der Zeit bis zum ersten Öl" oder "Führende ÖL-und Gasunternehmen nutzen Innovation mit Amazon Web Services. Zu lesen ist auch, dass man sich über die großen der Branche wie BP und Shell als Kunde zu haben freut.

Ein ähnliches Bild findet man auch bei Microsoft. Der Konzern wirb mit einer Umstellung auf CO2-freien energie und gibt die Partnerschaft mit McKinstry und Cummins bekannt. Welches Microsoft dabei unterstützen, das weltweit erste Gas-Datencenter zu bauen.

Dabei hätte die Weiternutzung fossiler Energien eine extreme Auswirkung. Selbst wenn das im Jahr 2015 verabschiedete Klimaschutzeinkommen von Paris zugesagten Emissionsminderung von allen Staaten umgesetzt werde, würde das nach Einschätzung von Klimawissenschaftlern eine Erwärmung von drei Grad bedeuten.

Eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad würden folgende Auswirkung wie Hungersnöte, Dürre, überschwemmte Millionenstädte- verhindern. Die verbrennung von Kohle, gas und Öl muss dafür in allen Bereichen drastisch und schnell reduziert werden. Der Ölindustrie zu helfen noch mehr Öl zu fördern ist damit kaum vereinbar.

Google, Microsoft, Amazon, Klimawandel